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Der Fall Wolodymyr Struk, Bürgermeister von Kreminna

In der letzten Aprilwoche bemühten sich russische Streitkräfte besonders um die Einnahme der Stadt Kreminna, gelegen im westlichen Bereich des ehemals von Kiew kontrollierten Oblast Lugansk, wobei sie offenbar auf starken Widerstand der ukrainischen Kräfte stießen. Der Grund dafür mag teilweise auch die Hinrichtung des Bürgermeisters von Kreminna, Wolodymyr Struk, gewesen sein. Von ungefähr einem Dutzend Bürgermeistern, die von den Kiewer „Patrioten“ hingerichtet wurden,

weil sie angeblich „Kollaborateure“ gewesen seien, ist Struks Fall am bekanntesten. Man kann davon ausgehen, daß die Russen jetzt nach den „Patrioten“ suchen, die ihn am 1. März kidnappten und ermordeten. Es handelt sich um ein Paradebeispiel dafür, was Entnazifizierung bedeutet, und es führt uns genau zum Kern von Kiews Neonazi-Elementen.

Struk war von Männern in Militäruniform entführt, gefoltert, ins Herz geschossen und vor der Bevölkerung ausgestellt worden. Sein Verbrechen bestand darin, daß er dem Vernehmen nach seine Kollegen dazu gedrängt hatte, mit prorussischen Offiziellen des Donbaß zu verhandeln und Kompromisse zu schließen. Anton Heraschtschenko, ehemaliger stellvertretender Minister für innere Angelegenheiten der Ukraine, feierte die Ermordung des Bürgermeisters auf seinem Telegram-Account mit den Worten: „Es gibt einen Verräter weniger in der Ukraine.“

Nach Angaben des Covert ActionMagazine vom 25. April (1) steht die „CIA hinter Geheimplänen zur Entführung, Folterung und Ermordung von ukrainischen Dissidenten für Präsident Selenskyj, berichtet ein ukrainischer Überläufer.“ Heraschtschenko habe für das Ministerium eine „schwarze Liste von Staatsfeinden“ zusammengestellt, wobei Struk beschuldigt wurde, Unterstützer der Volksrepublik Lugansk zu sein, „der in der letzten Woche vor dem 1. März aktiv eine ‚pro-russische Position‘ verfolgt habe, indem er ‚mit der Russischen Föderation kommunizierte ‘.“1

Heraschtschenko schrieb in den sozialen Medien. „Es gibt einen Verräter weniger in der Ukraine! Wladimir Struk, der ehemalige Vertreter des Regionalrats Luhansk, Vorsitzender der Samtgemeinde (OTG) von Kreminna, wurde ermordet aufgefunden. 2014 war er aktiver Unterstützer der Volksrepublik Lugansk gewesen. Dann ging er in einen nicht besetzten Teil der Luhansker Region und wurde zweimal zum Vorsitzenden der Samtgemeinde Kreminna gewählt. In der vergangenen Woche nahm er aktiv eine pro-russische Position ein, versuchte Abgeordnete der Samtgemeinde dafür zu gewinnen, mit der Russischen Föderation und der Volksrepublik Lugansk in Verbindung zu treten… Eine Erklärung seiner Frau vom 1. März besagte, daß er von Unbekannten in Tarnanzügen entführt worden sei. Todesursache ist eine Schußwunde in der Herzgegend.“

Heraschtschenko war besonders darauf stolz, daß die Lynch-Justiz etwas geschafft hatte, wozu die normale Rechtspraxis nicht in der Lage gewesen war: „Der ganze Staatsapparat der Ukraine, SBU, Innenministerium, Staatsanwaltschaft und Gerichte konnten acht Jahre lang nichts gegen den offen separatistischen Struk tun, da er eine Menge Geld hatte, wahrscheinlich Unterstützung von der Russischen Föderation. Aber als die russischen Truppen auf 15 km an Kreminna herankamen, wurde Wladimir Struk vom Gericht des Volkstribunals verurteilt[Hervorhebung hinzugefügt]. Verurteilt von allen, erschossen von unbekannten Patrioten als Verräter an den Gesetzen militärischer Zeiten. Wenn wir das faschistische Russland demnächst besiegen – werden wir alle Gesetzesvollzugsbeamten und korrupten Richter, die jemanden wie Struk deckten, aussäubern und absetzen!“

So also sieht das mentale Innenleben eines Demokraten des Kiewer Regimes aus.

Die ukrainischen Kräfte haben intensiv gekämpft, um Kreminna zu halten, doch das ist nun vorbei. Es kann kein Zweifel daran bestehen, daß einige russische Justiz- und Untersuchungsbehörden zur Zeit an Kreminna interessiert sind. Herr Heraschtschenko könnte seinen Namen in einer zukünftigen Prozeßliste wiederfinden. Seine Akte beinhaltet bereits: Eintritt ins Innenministerium im Jahr 2014 als Assistent des verrufenen Arsen Awakow (Innenminister der Ukraine von 2014-2021), seine Abwicklung der Angelegenheit des „Fluges #17 der Malaysia Airlines“ für Awakow und seine Gründung des Attentat-Teams der „Mirotworez“ einschließlich ihrer „Feindesliste“.

dms

Quellen: https://www.solidaritaet.com/neuesol/2022/19/neonazis.htm


Anmerkung

1. Siehe https://covertactionmagazine.com/2022/04/25/cia-behind-secret-plots-to-kidnap-torture-and-assassinate-ukrainian-dissidents-for-president-zelensky-says-ukraine-defector/

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