Was die Massenmedien verschweigen

Ukraine

Was ist los in der Ukraine?

Die Berichterstattung der deutschen Einheitsmedien (ARD, ZDF, Spiegel, taz) zu den Vorgängen in der Ukraine ist einseitig, klischeehaft, interessengesteuert und faktisch falsch. Wie üblich helfen die westlichen Massenmedien wenig, um die aktuellen Ereignisse in der Ukraine zu verstehen. Was bei der Berichterstattung zu dem Konflikt in Syrien festzustellen war, findet sich jetzt auch bei der Berichterstattung in der Ukraine.

Der Konflikt wird selektiv nur aus der Perspektive einer hoch bezahlten rechtslastigen Opposition dargestellt, die – wie in Syrien- keineswegs die Mehrheit der Bevölkerung darstellt. Die USA haben 5 Milliarden Dollar in die Ukrainische Opposition investiert. Genauso in Syrien, auch dort wird der tatsächliche Charakter der bezahlten militärischen Opposition gegen die Regierung Assad von den Medien verdreht dargestellt.

Ähnlichkeiten zu der Berichterstattung zu Syrien

Die von den Massenmedien verbreitete Geschichte über die Vorkommnisse auf dem Maidan Platz/ Kiew vom 20. Februar 2014 ähnelt den Geschichten der Syrien-Propaganda:

Ein blutrünstiger Despot, der ukrainische Präsident Viktor Janukowitsch, lässt aus heiterem Himmel die friedlich auf dem Maidan kampierenden proeuropäischen Demonstranten angreifen, woraufhin ein kleiner Teil von diesen auch zur Gewalt greift. Die Geschichte ist eine Lüge. Weder werden von den westlichen Medien die weitgehenden Kompromissvorschläge der Regierung Janukowitsch erwähnt, noch der Umstand, dass die Ausschreitungen von einer neofaschistischen Strömung dominiert werden, die sich selber als "Pravy Sektor", „Rechter Sektor“ bezeichnen und zu einem gewaltsamen Kampf in den Straßen aufrufen.

Hier 12 Videos vom Sender Russian Today, der am Donnerstag Nachmittag vor Ort war.

Hier der Maidan Platz während der Auseinandersetzung. Keine Massenkundgebung!

Hier die „Demo“ auf dem Maidan Platz mit bewaffneten Demonstranten.

Hier über einen unbewaffneter Polizist, den von einem Demonstranten erschossen wird.

Hier eine weitere Szene vom Donnerstag Nachmittag.

Hier im Vergleich dazu, was ARD und ZDF gezeigt haben.

Bis Donnerstag Nachmittag waren alle Polizisten in der Ukraine und am Maidan-Platz unbewaffnet! Erst nachdem Demonstranten 12 Polizisten erschossen hatten, wurde die Polizei zur Selbstverteidigung mit Schusswaffen ausgerüstet. Das Szenario, das sich in Kiew jetzt entwickelt, ist ein alt bekanntes Muster der gewaltsamen “farbigen Revolutionen” – es gibt Scharfschützen auf den Dächern, die sowohl Sicherheitskräfte als auch Demonstranten ins Visier nehmen. Womit für gegenseitige Anschuldigungen und ein Anheizen der Lage gesorgt werden soll. Genau solche Scharfschützen gab es in Kairo und in Syrien im Frühjahr / Sommer 2011 auch. Sie gab es in 1995 in Bosnien davor1993 in Moskau – mit anderen Worten, ein ganz und gar traditionelles, weil gut funktionierende Verfahren. Leichen sehen immer schrecklich aus und sorgen dafür, dass die Reste des Verstandes abgeschaltet werden. Die Medien, die die Berichte emotional aufladen sind voll von hysterischem Gebrüll über das jeweilige “Blutregime”, das gestoppt werden muss.

Was ist der Rechte Sektor in der Ukraine?

Obwohl es sicher gute Gründe gibt, gegen die Janukowitsch-Regierung auf die Straße zu gehen, repräsentiert die Protestbewegung nicht die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung. Es gab in den Massenmedien Berichte von Demonstrationen in Kiew mit 70.000 Teilnehmern, tatsächlich gab es keine Bilder und sehr, sehr viel weniger Demonstranten.... Auch wird der proto-faschistische, undemokratischen und gewaltbereiten Charakter dieser Opposition verniedlicht oder unterschlagen. Der Rechte Sektor ist ein Bündnis mehreren ultranationalistischen, rechtsextremen, faschistischen Gruppierungen darunter die "Svoboda-" oder Freiheitspartei, die "Patrioten der Ukraine", die "Ukrainische Nationalversammlung – Verteidiger der nationalen Unabhängigkeit" / UNA-UNSO und "Trizub" (Dreizack). Sie sehen sich im Endkampf um eine ethnisch saubere, von Russland befreite Ukraine und setzten deshalb alles daran eine Eskalation des Konflikts herbeizuführen.

Für die westlichen Massenmedien ist das alles nicht so wichtig. Die Opposition in der Ukraine ist eine neue Front im heldenhaften Kampf für die Verteidigung von Demokratie (Vorbild EU) und dem American way of live, von Big Macs und gentechnisch veränderten Organismen, von Disney und MTV. Gleichzeitig wird der demokratische gewählte Präsident Janukowitsch -und es ist egal was er macht- als bösartig und gewalttätig dämonisiert.

„Fuck Europe“, Revolution in der Ukraine made by USA

Als Anfang Februar die US-Amerikanische Diplomatin und Ehefrau des Kriegstreibers Robert Kagan, Victoria Nuland, die gegenwärtig für das US Außenministerium in Sachen Ukraine arbeitet mit dem U.S. Botschafter für die Ukraine, Geoffrey Pyatt telefonierte, abgehört wurde und dabei u.a. „Fuck Europa“ sagte, war die Aufregung in den europäischen Mendien groß! Wie konnte eine solche hohe Diplomatin das sagen? Die Medien skandalisierten den Fluch Nulands und sie entschuldigte sich bei der EU. Das wahrscheinlich vom russischen Geheimdienst abgehörte und bei youtube eingestellte Telefonat enthält aber noch weitere interessante Details über den Aufstand in der Ukraine, für die sich die Massenmedien aber nicht interessierten: Das Telefonat belegt, dass die USA versuchen, in der Ukraine den Sturz der demokratisch gewählten Regierung herbeizuführen, dabei einen Bürgerkrieg anstacheln, und dass die EU sich bei dem der Völkerfreundschaft und dem Völkerrecht krass zuwider laufenden Versuch mit einspannen lässt, um von der Hetzpresse nicht als “schwach” gebrandmarkt zu werden. Es geht außerdem aus dem Telefonat hervor, dass die beiden Oppositionsführer Yatseniuk und Klitschko Marionetten der USA sind. Hier das Telefonat in deutscher Übersetzung plus Anhang.

Was sind Hintergründe?

Über die aktuellen Geschehnisse fördern die Medien nur Desinformation in Sachen Ukraine, weder die aktuellen Anlässe, - die Zurückweisung des `Assoziierungsabkommens’ mit der Europäischen Union durch die Regierung Janukowitsch- wird erklärt, noch werden die geo-strategischen Interessen der USA, die im Hintergrund des Konflikts stehen, erwähnt. Die Ukraine ist nämlich ein Staat im Osten, den die USA/NATO gerne vereinnahmen möchte.

Die Hoffnungen der Opposition in das ausgesetzte Assoziierungsabkommen mit der EU

Die Unterschrift unter das Assoziierungsabkommen mit der EU hat die Opposition mit politschen Freiheiten und die Verwirklichung eines Lebensstandard wie er in der EU (gemeint sind Deutschland und Frankreich) verbunden. Das waren pure Illusionen. Die Unterzeichnung des Assoziierungsabkommen mit der EU hätte für die Ukraine bedeutet, die eigene Wirtschaft und Landwirtschaft den Regeln der neo-liberalen EU zu unterwerfen. Man hätte west-europäi­sche – Produktstandards und Zertifizierungsmethoden einführen müssen. Die Zölle wären abzuschaffen gewesen. Die Ukraine, die im wesentlichen finanziell pleite ist, hätte eine Art Freihandelszone mit der EU auszuhalten gehabt. Dazu hätte die Ukraine sehr viel Geld benötigt. Das hätte sie sich im Falle der Unterzeichnung des Abkommens dann nur vom IWF (Internationalen Währungsfond) leihen können. Die Abschaffung aller Zollschranken und Mengenkontingente würde zur Überflutung mit westlichen Produkten führen: Aldi und Obi und Bauhaus hätten einen weiteren Absatzmarkt gefunden und die Ukraine wäre kaum in der Lage die einheimische Land/ Wirtschaft gegen europäische Grosskonzerne weiter konkurenzfähig und produktiv zu halten. Das würde dazu führen, dass die Ukraine Strukturanpassungsprogramme des IWF hätte akzeptieren müssen und rums würden die Internationalen Banken und Geldgeber die Wirtschaft der Ukraine direkt steuern dürfen. Die Unabhängigkeit der Ukraine wäre dahin und das Land in den Händen des IWF`s, auf dass es geplündert werden kann wie Lettland, Griechenland und jedes Land, das je ein Strukturanpassungsprogramm des IWF verpasst bekommen hat.

Die EU - Theologen des neo-liberalen Wirtschaftwunder sagen darauf, die Konkurrenz auf dem freien Markt würde alles schon regeln; insbesondere würde sich der Lebensstandard verbessern und die Ukraine würde aufblühen.

Die Regierung Janukowitsch hat sich Ende November 2013 gegen dieses Szenario entschieden. Das war Anlass des Aufstands. Hier ein Interview von Jürgen Elsässer mit Viktor Timtschenko.

Die Ukraine, der Vorhof des unabhängigen Russlands, dass eigentliche Problem für die USA

Doch die tieferen Gründe für die Manipulationen der USA in der Ukraine, für die (finanzielle und geheimdienstliche und mediale) Beförderung der ukrainsichen Pseudo-Revolution hat vor allem mit dem Versuch der Vereinigten Staaten zu tun, die Rückkehr Russlands als potentieller Konkurrent zu verhindern; und zwar dort, wo es wirklich wichtig ist, nämlich in der Ukraine. Russland ist für die USA der eigentliche Stein des Anstoßes. Es ist das unabhängige Russland (und China) das die USA daran hindert, seinen Traum von der „Full-Spectrum- Dominanz“, der Kontrolle über die ganzen Welt zu verwirklichen.

Wenn es gelingt, die Brüche in der ukrainischen Gesellschaft zu ihren Gunsten zu verschärfen, haben die USA eine weitere Gelegenheit eine pro-westliche Regierung in Kiew zu installieren um US-Streitkräfte nur wenige hundert Kilometer von Moskau entfernt, einzurichten. Raketen-Schutz-Schilde gegen Langstrecken-Raketen aus dem Iran sind ja bereits schon in Polen und Rumänien installiert. Willkommen im neuen US-amerikanisch-russischen Kalten Krieg!

Der östereichische Politiker Ewald Stadtler spricht im EU-Parlament zum Aufstand in der Ukraine, 14.01.2014.

Folgend zwei Internetseiten zum aktuellen Geschehen in der Ukraine:

www.my-metropolis.eu
www.elynitthria.net