Was die Massenmedien verschweigen

Syrien

Massenmedien: Vier Jahre Desinformation über den Krieg in Syrien?

...unterschlägt und verzerrt diese Erzählung die Realitäten in Syrien. Die Realität ist, dass in Syrien die Bevölkerung NICHT in einem flächendeckenden Aufstand gegen die gewählte Regierung Assad steht. Zwar gab es im Frühjahr/Sommer 2011 lokal begrenzte Demonstrationen gegen die Regierung Assad, aber es gab auch große Demonstrationen FÜR die Regierung Assad. Diese Demonstrationen sind mit den Methoden der "farbigen Revolution" von interessierter Seite aus dem Ausland aufgemischt, aufgeschaukelt und militärisch eskaliert worden.

Eine Form der Eskalation bestand darin, dass während der Demonstrationen in Syrien bewaffnete Kräfte auf Demo-Teilnehmer, als auch auf die Sicherheitskräfte (Polizei) schossen. Die Empörung über das vermeintlich schändliche Verhalten Assads und seiner Sicherheitskräfte mündete, - hochgepeitscht durch die Medien - in eine Verstärkung der illegalen Waffenlieferungen nach Syrien (durch die Saudis, die Türkei, Katar, Frankreich und die USA) und in eine Beeinflussung der Opposition nun doch endlich bewaffnet gegen das Assad "Regime" vorzugehen. Diese Beeinflussung geschah vor allem durch nicht-Regierungs-Organisationen (engl.NGO), die von Seiten der USA auch in Syrien gesponsert worden waren. Es handelt sich um Methoden der sogenannten "farbigen Revolution", konzipiert von dem Philosophen Gene Sharp in Zusammenarbeit mit den US-amerikanischen Geheimdiensten. Die Massenmedien verkaufen solche NGO dem Publikum als Demokratie-fördernde, altruistische Institutionen. Hier eine Liste der Methoden und Länder in den diese Methoden bisher angewendet wurden.

Solche Methoden sind in Ägypten und Libyen während des sog. "arabischen Frühlings" zur Anwendung gekommen, aber auch in Jugoslawien im Jahr 2000 und in der Ukraine im Jahr 2014. In der Ukraine wurden im Februar 2014 die gleichen skandalisierenden Methode angewendet wie in Syrien. Die massenmedial hochgekitzelte Empörung über die ca. 50 Demonstranten (und Poliziste!), die zunächst von unbekannter Seite aus erschossen worden waren, führten zu dem gewaltsamen Umsturz der gewählte Janukowitsch-Regierung am 22. Februar 2014. Obwohl in der Ukraine als auch in Syrien die Täter nicht klar identifiziert werden konnten, stand für die Erzählung der Massenmedien von vorne herein fest, dass es sich um Morde der jeweiligen "Regime", hier Janukowitsch dort Assad, handelte.

Berichtet wurde von den Massenmedien auch nicht, dass es in beiden Fällen ein ausdrückliches Verbot für die Sicherheitskräfte gab, von den Schusswaffen keinen Gebrauch zu machen, infolge dessen hatte die Polizei sowohl in Syrien als auch in der Ukraine keine Schusswaffen und war Opfer von Schiessereien.

In Fällen einer farbigen (also unechten) Revolution werden massenmedial die jeweiligen unliebsamen Präsidenten mit allen Mitteln der Kunst dämonisiert und schlechtgeredet. Hier ein aktuelles Beispiel, der russischen Präsident Putin. Ziel der Dämonisierung ist es einer Stimmung in der Bevölkerung zu erzeugen, die es möglich macht, dass die angeblich guten Mächte, wie z.B. "die westliche Wertegemeinschaft" oder die USA sich moralische die Erlaubnis geben können, solche bösen Staaten mit doofen Diktatoren militärisch anzugreifen. Sie nennen diesen Vorgang der illegalen Kriegseinfädelung in neuem Juristendeutsch: "Resonsibilitiy to protect", zu deutsch "Schutzverantwortung"

In den Berichten der arabischen und westlichen Massenmedien über die Ereignisse in Syrien mutierte der freundliche Augenarzt Bashar al Assad also im Jahr 2011 innerhalb von nur zwei Monaten direkt zum "Schlächter von Damaskus".

Zwar war Baschar al Assad im Jahr 2000 von seinem Vater auf undemokratische Weise als Präsident ernannt worden, aber im Jahr Januar 2011 wurden diverse Reformen des politischen Systems verabschiedet. Infolge dieser Reformen fand im Jahr 2012 eine Volksabstimmung über eine neue Verfassung in Syrien statt. Ebenso erging es der Wahl Assads durch die syrische Bevölkerung. Die Mehrheit der Bevölkerung stand hinter Assad. Den Medien war es peinlich darüber zu berichten, es passt nicht in ihre Erzählung vom bösen Diktator. Es gab einen politischen Wandel in Syrien, über den die Medien nicht berichten wollten. Hier ein Tatsachenbericht von vor Ort von Karin Leukefeld vom 7. Mai 2012.

Der Dämonisierung Assads durch die westlichen und arabischen Massenmedien ist es geschuldet, dass der normale Medien-Konsument denkt, wenn man ihn auf die Wahl Assads zum Präsidenten im Jahr 2012 anspricht, dass die Wahl "bestimmt undemokratisch war", obwohl man im allgemeinen NICHTS über diese Wahl in Syrien weiß.

Die ständigen und massiven Waffenlieferungen unterschiedlicher Staaten an die verschiedenen Söldnerbanden in Syrien haben mit dazu beigetragen, dass der von aussen eskalierten Konflikt immer brutaler wurde. Hier die Liste derjenigen Länder die Waffen an Söldnerbanden geliefert haben: die USA,Saudi Arabien , Katar, Türkei , Frankreich und Deutschland

Die Einseitigkeit der Berichterstattung in westlichen und arabischen Leitmedien zum Thema Syrien wird kaum wahrgenommen, weil alle sogenannten Leitmedien in Deutschland quasi flächendeckend gleichgeschaltet sind. Die Medien sind auch im Krieg, von der Faz bis zur taz, von ARD bis ZDF, vom DFL bis zum WDR, alle diese Medien berichten kampagnehaft, tendenziell und einseitig, USA-freundlich. Kommt hinzu, das die Macht der Wiederholungen unterschätzt wird. Wenn bestimmte Geschichten und seien es die derbsten Lügen immerzu wiederholt und wiederholt und weitergesponnen werden, trägt die Wiederholung dazu bei, das der Plot dann irgendwann geglaubt wird, unabhängig vom Wahrheitsgehalt. Denn: Wiederholungen sind mächtiger als die Wahrheit.

Nur bei Zuhilfenahme von Medien die von den Massenmedien als "alternativ", "linksradikal", "rechtsradikal", "verschwörungstheoretisch" oder "russisch" verunglimpft werden, findet man überhaupt eine abweichende, andere Berichterstattung und man kann die Berichte mit denen der Massenmedien dann wenigstens vergleichen. Aber es bedeutet auch sich in ein Thema hineinzuARBEITEN. Einfach die nächste Zeitung zu lesen oder die Tageschau zu sehen, reicht heute nicht mehr aus, um tatsächlich informiert zu werden.

Zurück zur Syrien-Berichterstattung und zu der angeblichen friedlichen Revolution dort. Tatsache ist, dass die Mehrheit der von den Medien als "Rebellen" bezeichneten Gruppen im syrischen Bürgerkrieg keine syrischen Staatsbürger sind! Es handelt sich um gut bezahlte und gut bewaffnete sunnitische Terror- und Söldnerbanden aus dem arabischen und türkischen und nordafrikanischen Ausland. Die bekannteste dieser Terrorgruppen sind die Al Nusra - Front, Al Quaida und der IS (vorher ISIS, arab.Deash), die über das Gebiet der Türkei und Jordanien, Israel und dem Irak auf syrisches Staatsgebiet vordringen. Es gab im Jahr 2015 65 verschiedene Terrorbanden in Syrien. Das sind ganze Armeen, die die Strukturen der Daseinsfürsorge systematisch zerstören, Tausende von Menschen, Zivilisten wie auch syrische Soldaten auf bestialische Weise ermorden, Ölfelder besetzen und Öl in großen Mengen stehlen, Fabriken demontieren, Kraftwerke und Wasserressourcen sabotieren, archäologische Ausgrabungsstätten plündern und zerstören u.s.s. Diese zumeist sunnitische Terror - Banden werden von der sunitischen/ wahabitischen Monarchie Saudi-Arabiens, Katar und der proto-faschistischen Türkei finanziert; sie wurden und werden von den US - Geheimdiensten organisiert und von den westlichen und arabischen Medien (z.B. Al Jazeera) als einheimische Bevölkerung dargestellt, die gegen den Diktator Assad kämpfen. Die Massenmedien tarnen die völkerrechtwidrigen Angriffe auf das Land. Sie verdrehen die Tatsachen so, dass sie die Selbstverteidigung des syrischen Staates gegen schwer bewaffnete, terrorisierende Banden aus dem Ausland als illegaler grausamer Akt des Regims umgedeutet und als das Abschlachten der eigenen Bevölkerung interpretiert wird.

Syrien. Vier Jahre Desinformation durch die Medien, vorgetragen von Karin Leukefeld, die sich oft als Journalistin in Damaskus aufhält.